Toni Hagen
Tagebuch
Dalai Lama

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Tagebuch 29. Oktober 1950

Ich würde schreiben, daß ich geschlafen habe wie ein Toter - doch entspräche es nicht ganz den Tatsachen, denn nie zuvor habe ich jeden einzelnen Knochen, jeden Muskel so deutlich gespürt wie in dieser Nacht auf dem kargen Holzbett. Dieses zähe, knochige Pony... Und da steht es wieder. Inmitten der Packtiere und des nervösen Rappen meines Begleiters döst es in der Morgensonne und wartet darauf, mich über den Rücken des Mahabaratgebirges Richtung Kathmandu zu tragen. Also dann, auf geht?ěs Im Kulikani-Tal ritten wir zum ersten Mal durch minutiös kultiviertes Ackerland. Alle Hänge waren bis auf den schmalsten Winkel terrassiert und strotzten geradezu vor Fruchtbarkeit.

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Menschen von kleiner Statur bewirtschafteten in Gruppen die Felder. Ein fröhliches, allgemeines Lärmen herrschte, und es dauerte geraume Zeit, bis ich dahinterkam, daß es augenscheinlich traditionelle Lieder waren, die Männer und Frauen der verschiedenen Hänge einander während der Arbeit im Wechsel zusangen, unterbrochen von irgendwie ritualisierten Dialogpassagen und ausgelassenem Gelächter. Was für ein unbeschwertes Volk! Und wie freundlich sie sind... eine aus dem Herzen strahlende, unaufdringliche natürliche Freundlichkeit.

 
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